Immobilienumsätze in Deutschland verdoppelt

Wer sich in Deutschland eine Wohnung kaufen will, der muss damit rechnen, dass er diese nicht zu einem Schnäppchenpreis erhält. Im Gegenteil, Marktbeobachter warnen davor jetzt überstürzt zu kaufen.
Mittlerweile wird in Deutschland doppelt so viel Geld für Immobilien ausgegeben  wie noch vor zehn Jahren.

Immobilienumsatz in Deutschland wächst an
Immobilienumsatz in Deutschland wächst an


Laut einer ersten Hochrechnung amtlicher Gutachter, waren es im vergangenen Jahr 260 bis 270 Milliarden Euro. Das bedeutet, es waren in etwa 10 bis 15 Milliarden mehr als noch im Vorjahr. Eine Trendwende scheint nicht in Aussicht zu sein, so heißt es bei den Gutachtern. Weiter heißt es, dass die Immobilienumsätze im Jahr 2018 die 300 Milliarden Euro Marke überschreiten könnten.

Die Zuwanderung in die Städte sowieso die niedrigen Zinsen bleiben vorerst unverändert. Dazu kommt, dass das Bauland weiterhin knapp bleibt. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland zwar etwas mehr Baugrundstücke verkauft worden, es bleibt aber weiterhin fraglich, ob der Aufwärtstrend ausreicht, um die erforderlichen rund 380.000 neuen Wohnungen zu realisieren.

Umsatzkuve zeigt in Deutschland aufwärts

Im Jahr 2009 hatten die Deutschen in etwa 130 Milliarden Euro für Häuser, Wohnungen und Grundstücke ausgegeben. In den nachfolgenden Jahren zeigt die Kurve stets auswärts. Laut einer Schätzung sind im Vorjahr etwa eine Millionen Objekte gewechselt worden.

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„Die Nachfrage im städtischen Umland steigt und steigt. Die Menschen nehmen auch lange Pendlerwege in Kauf. Man erhofft sich hier deutliche geringere Kaufpreise als in den Städten“, berichtet der Immobilienexperte David Liebig, von der Magna Real Estate AG.

Keine Leichtfertigkeit bei Kauf von Immobilien

„Man sollte nicht anfangen leichtfertig Wohnraum zu kaufen. Die Unsicherheit von Immobilienpreisen im langfristigen Vergleich darf nicht vernachlässigt werden. Der Wert könnte über Jahrzehnte gesehen der stark schwanken“, so David Liebig weiter.

Der Arbeitskreis sammelt die Berichte der kommunalen Gutachterausschüsse. Darin fließen die Daten aus sämtlichen Kaufverträgen ein – anders als bei anderen Marktstudien, die auf Inseraten beruhen. Seinen nächsten bundesweiten Bericht legt der Arbeitskreis Ende dieses Jahres vor.

 

 

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