Rezession nicht so stark wie gedacht

Die Laune in den Chefsesseln der deutschen Unternehmen hat sich im November unerwartet stark gehoben. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 86,3 Punkte von revidiert 84,5 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner Befragung von rund 9.000 Führungskräften bekannt gab. Damit ist die existierende Rezession nicht so stark wie angenommen…

Die Rezession fällt nicht so stark aus, wie von vielen angenommen
Die Rezession fällt nicht so stark aus, wie von vielen angenommen

Pessimismus lässt nach

„Die Unternehmen waren mit der aktuellen Geschäftslage weniger zufrieden, aber der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat spürbar nachgelassen“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Rezession dürfte weniger tief ausfallen, als von vielen befürchtet. Noch im September hatten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer gemeinsamen Prognose für 2023 vor einem Rückgang der volkswirtschaftlichen Leistung um 0,4 Prozent gewarnt. Die Wirtschaftsforscher hatten im November mit einem besseren Geschäftsklima gerechnet, waren aber nur von einer Verbesserung auf 85 Punkte ausgegangen. Zuletzt hatten Inflation und Lieferkettenprobleme den Stimmungsindex negativ beeinflusst, der auf einer Befragung von rund 9.000 Unternehmen basiert. Für den Index wird die Stimmung mit dem Durchschnitt des Jahres 2015 verglichen.

Rezession fällt weniger tief aus

Ifo-Präsident Clemens Fuest betont: „Die Rezession dürfte weniger tief ausfallen, als viele erwartet haben.“ Das verbesserte Geschäftsklima zieht sich durch alle Wirtschaftssektoren – vom produzierenden Gewerbe über den tertiären Sektor bis hin zu Handel und Baugewerbe. Die Korrektur des Vormonatswertes zeigt nun auch, dass sich das Ifo-Geschäftsklima den zweiten Monat in Folge verbessert hat. „Die deutsche Wirtschaft sendet Signale der Hoffnung“, erklärt Fuest. Auch in der Immobilienbranche werden diese Neuigkeiten mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen. „Natürlich gehen solche Nachrichten runter wie Öl,“ freut sich auch Jörn Reinecke, Vorstand der MAGNA Real Estate AG.  Die MAGNA Real Estate AG ist auf die Entwicklung von Wohn- und Büroimmobilien  spezialisiert.

Bruttoinlandsprodukt steigt sogar

Die Wirtschaft zeigte sich im abgelaufenen Quartal weiter überraschend stabil. Während die meisten Wirtschaftswissenschaftler für den Zeitraum von Juli bis September mit einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung gerechnet hatten, stieg das Bruttoinlandsprodukt in diesem Zeitraum erstaunlicherweise um 0,3 Prozent. Dies liegt vor allem an der Aufhebung einiger Corona-Maßnahmen. Trotzdem halten Experten eine Rezession im Winter für wahrscheinlich, vor allem weil der private Konsum vermutlich einbrechen wird. Insbesondere die hohen Energiepreise schränken die Möglichkeiten der einkommensschwachen Haushalte zum Konsum ein, was sich aber bisher kaum auswirkt. So signalisiert das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes HDE, dass die Verbraucher bereit sind, ungewöhnlich viele Ersparnisse aufzulösen, um ihr gewohntes Konsumniveau zu halten.

(FE)

 

 

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